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Einfache Puppe selber nähen – DIY Anleitung

Steiff PuppenPuppen gehören zu den Spielzeugklassikern und sind für viele kleine Mädchen ein treuer Begleiter in der Kindheit. Das Angebot an Baby- und Stoffpuppen ist groß. Doch nicht immer findet sich in dem breiten Sortiment die Puppe, die auch wirklich zum eigenen Geschmack passt. Viele Eltern wünschen sich beispielsweise eine einfache Puppe, die ihr Kind mit viel Fantasie zum Leben erwecken kann. Die modernen Babypuppen, die mit allerhand beweglichen Komponenten und Soundelementen versehen sind, erfüllen die damit verbundenen Anforderungen nicht. Wünschen Sie sich eine einfache Puppe, die nicht unbedingt übertriebene Emotionen zeigt und die am besten zum Schmusen und Kuscheln verwendet werden kann, sollten Sie selbst Hand anlegen und diese Puppen nähen. Ein Profi müssen Sie dafür nicht sein. Auch die Materialliste hält sich in Grenzen.

Brauchen Sie eine Nähmaschine?

Einfache Puppe selber nähen - DIY AnleitungViele Eltern oder auch Großeltern schrecken mittlerweile davor zurück, die Stoffpuppe selbst zu nähen. Die Gründe hierfür sind verschieden, doch die Meinung, dass die Eigenkreation einer Puppe zeitaufwendig und schwer ist, ist weitverbreitet. Dabei brauchen Sie für eine Puppe im Grunde nicht einmal eine Nähmaschine. Sicherlich arbeiten Sie mit der Nähmaschine schneller und auch die Nähte lassen sich damit fester und sicherer verschließen, doch auch ganz traditionell mit Faden und Nadel können Sie die Puppe selbstnähen. Gerade bei kleineren Puppen ist das in der Regel die bessere Wahl.

Hinweis! Sie finden im Internet allerhand Schnittvorlagen, die Sie für eine Puppe verwenden können. Die Schnittmuster werden zum Ausdrucken angeboten. Sie müssen diese dann nur noch auf die Stoffe übertragen und können direkt loslegen.

Achten Sie bei den Schnittmustern darauf, dass Sie die Größe eventuell an Ihre Vorstellungen anpassen müssen. So ergeben sich hier Abweichungen. Schnittmuster gibt es übrigens nicht nur für die DIY Puppe, sondern auch für die Puppenkleider. Entscheiden Sie sich aber für eine einfache Puppe, darf auch das Puppenkleid ein wenig einfacher und übersichtlicher ausfallen.

Erforderliches Zubehör – Checkliste für die benötigten Materialien

Doch ganz ohne Zubehör lässt sich die handgemachte Puppe natürlich nicht realisieren. Da Design- und Maßwünsche voneinander abweichen können, haben wir in die Checkliste keine Maßangaben eingetragen. Wählen Sie die Stoffgröße also immer nach Ihren Vorstellungen:

Materialliste für eine Stoffpuppe
  • weicher, ein wenig derber Stoff in Beige
  • beigefarbenes Nähgarn
  • eine stabile Nähnadel  zum Verschluss der Nähte
  • eine scharfe Schere (Verwenden Sie am besten eine Stoffschere, da diese einen sauberen Schnitt ermöglicht)
  • Wolle oder anderes Füllmaterial
  • Wolle für die Haare, alternativ Jersey
  • Sticktwist
  • Stoff für Bekleidung und Haarbänder

Tipp: Als Stoffe für Puppenkleider eignen sich hervorragend Baumwollstoffe. Es gibt sie in unzähligen Farb- und Mustervarianten, sodass hier allerhand Designwünsche umgesetzt werden können. Verzichten Sie darauf, zu pflegeintensive Stoffe zu verwenden. Außerdem sollten Sie die Kleider so gestalten, dass Sie diese der Puppe ausziehen und sie in der Waschmaschine reinigen können.

Gestalten Sie zuerst die Haare!

Soll Ihre Puppe blond oder brünett sein? Vielleicht träumen Sie aber auch von einem frechen Püppchen und liebäugeln deswegen mit Haaren in knalligem Rot? Bei den Haaren können Sie Ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten um die Haare zu gestalten. Wir stellen Ihnen in der folgenden Tabelle die beiden Varianten vor:

Jersey-Stoff Dicke Wolle
Sie können auch Jersey-Stoff zu Haaren verarbeiten. Schneiden Sie hier in Fadenrichtung mehrere 1 cm dicke Streifen. Diese Stoffstreifen legen Sie in warmes Wasser. Die Stoffe rollen sich anschließend rasch zusammen, sodass sie die Form von Haaren erhalten.  Glätten Sie die Streifen danach nicht, sondern hängen Sie diese über einen Kleiderbügel. Soll Ihre Puppe einen oder auch zwei Zöpfe haben, können Sie besonders dicke Wolle für die Haare verwenden. Sie schneiden die Wollfäden einfach auf die gewünschte Länge und binden Sie mit einem Stoffband zum Zopf zusammen. Möchten Sie, dass sich die Frisur lösen lässt, dann verzichten Sie darauf, die Wollfäden zu fixieren.

Schnittmuster richtig übertragen

Bevor Sie mit dem Nähen der einzelnen Puppenteile beginnen können, müssen Sie das Schnittmuster auf den beigefarbenen Stoff übertragen. Beige kommt als Farbe der menschlichen Haut sehr nahe und ist damit bestens für den Puppenkörper geeignet. Bedenken Sie beim Übertragen der einzelnen Teile, dass die Elemente ein wenig größer sind, denn durch die Naht geht Stoff schließlich wieder verloren.

TIPP: Wenn Sie selbst eine Puppe nähen, reicht eine Nahtzugabe von etwa einem Zentimeter durchaus aus.

Alle Teile, die den Puppenkörper bilden, müssen einzeln auf Stoff übertragen, ausgeschnitten und genäht werden. Sie brauchen also jeweils zweimal die obere und untere Fußsohle. Außerdem brauchen Sie zwei Beine. Der Kopf wird ebenso aufgeteilt in folgendes:

  • 2 Seitenteile des Kopfes
  • den Kopfmittelteil
  • 4 Ohrenteile

Die Arme brauchen Sie viermal, da immer zwei Teile zusammengenäht werden. Auch der Rumpf ist zweigeteilt, damit er schließlich problemlos gefüllt werden kann. Hier übertragen Sie Vorder- und Rückteil.

Einzelteile richtig zusammennähen: Darauf müssen Sie achten

Haben Sie alle Einzelteile übertragen, können Sie diese ausschneiden. Verwenden Sie eine wirklich scharfe Schere. Auch wenn Sie eine Nahtzugabe haben, sollten Sie möglichst genau schneiden. Schneiden Sie schief oder in Wellen, kann es schnell passieren, dass Sie am Ende zu wenig oder zu viel Nahtzugabe haben. Das erschwert Ihnen die Verarbeitung und sorgt für unsaubere Abschlüsse.

Sind alle Stoffteile ausgeschnitten, legen Sie diese gut sortiert zusammen. Nun beginnen Sie damit, die Einzelteile zusammen zu nähen. In dieser kleinen Anleitung starten wir am besten mit dem Fußoberteil des rechten Fußes. Sie nähen dieses Oberteil des rechten Fußes an das Beinvorderteil. Die Beinvorderteile nähen Sie nun an das Beinrückteil. Es entsteht eine runde Form, an deren Öffnung nun die Fußsohlen befestigt werden. Durch die untere Fußsohle schließen Sie Beine und Fuß ab.

Für Arme und Ohren werden jeweils Vorder- und Rückseite zusammengenäht. Sie können im Anschluss die Elemente mit Watte füllen. Seien Sie bei der Watte nicht zu sparsam, denn sonst entstehen weniger angenehme Lücken, die den Kuscheleffekt mindern. Achten Sie darauf, dass Arme und Ohren fest verschlossen werden, sodass die Watte nicht herausfallen kann.

Nähen des Kopfes – so gelingt das perfekte Ergebnis

Bevor Sie den Kopf zusammennähen, müssen Sie die Haare an dem Seitenteil befestigen. Die Nahtzugabe bleibt jedoch frei, diese brauchen Sie später für den Scheitel. Achten Sie darauf, dass die Haare dicht angenäht werden, sodass die Puppe dann auch wirklich ansprechend aussieht. Die Jersey-Haare lassen sich natürlich einfacher annähen als die Wollfäden. Sie nähen die Haare übrigens immer von Hand an. Diese Kleinarbeiten sind für die Nähmaschine ungeeignet.

Haben Sie die Haare fixiert, können Sie die Ohren annähen. Achten Sie hier insbesondere auf die Auswahl der richtigen Position. Die Haare teilen Sie gleichmäßig auf beide Seitenteile auf. Möchten Sie, dass Ihre Puppe einen Pony hat, müssen Sie hier die Haare entsprechend annähen. Nun können Sie die Kopfteile zusammennähen. Wenn Sie den Kopf zusammengenäht haben, nähen Sie diesen an das Vorderteil des Rumpfes.

Jetzt verschließen Sie von Hand die Schulternaht. Arbeiten Sie hier möglichst genau und verzichten Sie auf kleine Lücken. Bevor Sie Rumpf und Kopf vollständig verschließen, müssen Sie noch die restlichen Teile füllen. Auch hier greifen Sie wieder auf das von Ihnen ausgesuchte Füllmaterial zurück.

Tipp: Achten Sie darauf, dass Sie die Puppe möglichst gut befüllen, sodass diese zum Schluss nicht zu dünn ist. Haben Sie die Watte zugegeben, können Sie die Puppe verschließen. Achten Sie darauf, dass beim Verschließen des Rumpfes auch die Arme eingenäht werden.

So bekommt Ihre Puppe ein Gesicht

Damit Ihre Puppe die kleine Puppenmama rundum begeistert, müssen Sie diese natürlich noch mit einem Gesicht versehen. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Sie nutzen können. Zum einen können Sie sich für Sticktwist entscheiden. Hierbei handelt es sich um einen stärkeren Stickfaden. Er wird in allen erdenklichen Farben angeboten, sodass Sie bei der Auswahl der Farben flexibel sind. Mit dem Sticktwist fertigen Sie Augen und Mund.  Die Augen sind kleine, vollständig ausgefüllte Kreise. Bei dem Sticktwist müssen Sie darauf achten, dass die Fäden sicher verknotet sind, sodass sich der Twist nicht löst und verloren geht.

Haben Sie Sticktwist noch nie verarbeitet und sind Sie unsicher, wie Sie hier genau vorgehen müssen, können Sie das Gesicht auch aufmalen. Hier gibt es verschiedene Hilfsmittel, die Sie verwenden können. Am einfachsten malen Sie das Gesicht mit einem Finliner auf. Die Finliner lassen sich sehr gezielt einsetzen, sodass Sie damit auch schöne Akzente zaubern können. Auch Wachsmalkreiden sind für die Gestaltung des Puppengesichts möglich. Bedenken Sie hier aber, dass die Stifte nicht wasserfest sind. Sie können die Puppe also dann nicht einfach in der Waschmaschine reinigen. Haben Sie die Puppe verschlossen und das Gesicht gestaltet, ziehen Sie Ihr noch das gewünschte Outfit an. Auch Puppen müssen übrigens nicht immer Kleider tragen. Hosen und ein lustiges T-Shirt kommen hier mittlerweile genauso  gut an.

Schenken Sie Ihrem Kind einen kleinen Schatz

Das Nähen von Puppen liegt im Trend. Es ist lange her, dass sich so viele Eltern für die Handmade-Puppen entscheiden. Dabei bieten die Püppchen Kindern viele Vorteile. Zudem gelten sie als eines der schönsten Geschenke, was Eltern einem Kind machen können.

Vor- und Nachteile einer Stoffpuppe

  • individuelle Größen- und Designwahl möglich
  • lassen sich nach Belieben gestalten
  • Auswahl der Materialien kann direkt beeinflusst werden
  • kein Kunststoff erforderlich
  • braucht ein wenig Zeit und Übung

Puppen können Sie problemlos von Hand nähen. Wählen Sie die Schnittmuster sorgfältig aus und fangen Sie am besten mit einer einfachen Puppe an.

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