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Wohin mit altem Spielzeug – Unerwünschtes sinnvoll entsorgen

Götz PuppenEltern wissen, wie schnell das Kinderzimmer mit Spielsachen aller Art vollgestopft und überfüllt wird. Ob zu einem Geburtstag, dem Weihnachtsfest oder auch über das Jahr verteilt: Verwandte, Freunde und natürlich auch man selbst möchte dem Nachwuchs etwas Gutes tun und diesem durch teilweise zahlreiche Geschenke eine Freude machen. So kommt es, dass die Spielzeug-Schubladen und –Körbe schon in den ersten Lebensjahren zu wenig Platz bieten, Säcke oder Kartons voller ungeliebter Dinge auf dem Dachboden oder im Keller landen oder man schlichtweg das Chaos durchs Aussortieren beseitigen möchte. Wie altes und ungeliebtes Spielzeug am besten und sinnvollsten entsorgt wird, verraten wir Ihnen nachfolgend – denn nicht alles sollte und muss sofort weggeworfen werden.

Spielwaren mit Bedacht aussortieren

Wohin mit altem Spielzeug – Unerwünschtes sinnvoll entsorgenBevor es an das eigentliche Entsorgen alter Spielwaren geht, müssen diese erst einmal aussortiert werden. Dabei kann man – so unwahrscheinlich dies auch klingt – einige Fehler machen, die man im Nachhinein bereut. Das Aussortieren darf und sollte durchaus regelmäßig erfolgen, weil es nicht nur der Chaosbeseitigung dienlich ist, sondern dem Kind selbst gut tut: Der Überfluss an Spielwaren bewirkt häufig nur, dass Kinder nicht so recht wissen, womit sie eigentlich spielen sollen. Die Kreativität wird nicht gefördert, weil viele Spielwaren selbst reden, interagieren und das Kind beschäftigen. Zudem fühlen sich Kinder zwischen den zahlreichen Angeboten schnell unwohl und sind überfordert – dass so das Aufräumen des eigenen Zimmers nicht gerade leicht fällt und gerne durchgeführt wird, ist daher kein Wunder.

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Mit dem regelmäßigen Aussortieren helfen Sie Ihrem Kind also dabei, Vorhandenes kreativer einzusetzen, selbst aktiv zu werden und sich in seinen Räumlichkeiten beim Spielen wohler zu fühlen. Auch das Aufräumen-Lernen wird dadurch erleichtert.

Unser Tipp: Teilen Sie alle Spielwaren in drei Drittel auf und verwahren Sie zwei Drittel der Spielzeuge in Kunststoffboxen oder beschrifteten Kartons. Im Zimmer des Kindes wird jeweils nur ein Drittel aller Spielwaren verwendet – jeden Monat kommt dabei ein neues Drittel zum Einsatz. So bekommt Ihr Nachwuchs besonders viel Abwechslung und freut sich immer wieder über seine „neuen“ Sachen, es wird nichts vernachlässigt.

Was wird nicht mehr bespielt?

Wenn Sie die Spielwaren aussortieren, können Sie in verschiedenen Kategorien denken, um das Beste aus dem Vorgang zu machen. Auf diese Weise landet nichts im Müll, dass dort eigentlich nicht hingehört und noch anderweitig gebraucht werden kann. Nehmen Sie sich beim Aussortieren am besten Zeit und führen Sie den Vorgang durch, wenn Sie in Ruhe im Zimmer des Kindes agieren können. Fragen Sie sich dabei das Folgende:

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Ist das Spielzeug irreparabel? Wird das Spielzeug nicht gerne verwendet? Kann das Spielzeug noch repariert oder anderweitig genutzt werden?
 

Spielwaren lassen sich häufig leicht beschädigen und dann nicht mehr reparieren oder aus Sicherheitsgründen weiter verwenden. In diesem Fall können Sie:

  • Batterien entnehmen und auf dem Wertstoffhof entsorgen
  • reines Plastik in den Kunststoffmüll geben
  • Metall oder Holz in dem Restmüll oder auf dem Wertstoffhof entsorgen
  • Elektrospielwaren mit elektrischem Motor auf den Wertstoffhof bringen

 

 

Handelt es sich um Spielwaren, die das Kind schlichtweg ungerne nutzt oder die es nicht interessieren? Sind diese funktionstüchtig und intakt, gibt es keinen Grund, sie zu entsorgen. Stattdessen können Sie:

  • die Waren für später aufbewahren (in dem Fall Batterien entnehmen)
  • die Spielwaren verschenken oder spenden
  • sie zum späteren Weitervererben aufheben
  • sie verkaufen (je nach Hersteller lassen sich Puppenliebhaber ihre Fundstücke einiges kosten)
 

Manche Spielwaren, die etwas abgenutzt aussehen, können noch anderweitig verwendet oder recycelt werden. Auch Reparaturen sind möglich. In diesen Fällen kann etwas Kreativität und Fantasie dabei behilflich sein, aus etwas Altem spannende, neue Kinderartikel herzustellen. Ein paar Beispiele:

  • Dekoartikel für den nächsten Kindergeburtstag
  • Bastelelemente für ein Beschäftigungsprojekt

Altes Spielzeug spenden oder verschenken

Altes Spielzeug sollte wirklich nur dann im Müll landen, wenn es nicht mehr sicher genug und stark beschädigt, beziehungsweise irreparabel ist. In jedem anderen Fall kann selbst ein sehr beanspruchtes Spielzeug mit wenigen Mitteln so aufbereitet werden, dass sich andere Kinder noch darüber freuen. Fehlt dem Teddy ein Auge, können Sie beispielsweise einen Knopf annähen und eine Eigenkreation daraus machen. Verschenken Sie Spielwaren, aus denen Ihr Kind herausgewachsen ist oder an denen es das Interesse verloren hat, doch einfach an die Kinder Bekannter oder an werdende Eltern, die sich noch ein Repertoire an Beschäftigungsmöglichkeiten aufbauen möchten. Kennen Sie niemand geeigneten oder möchten Sie die Spielwaren zu einem guten Zweck weitergeben, können Sie diese auch auf diese Weisen spenden und damit Kindern eine Freude machen:

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  • Kirchen und Verbände – durch Kirchen und bestimmte Verbände in Ihrer Nähe kommt Kindern aus nicht ganz so wohlhabenden Familien oder Waisenhäusern hin und wieder eine Sammelspende zugute, zu der Sie Ihr Spielzeug geben können (beispielsweise der Diakonie). Sprechen Sie daher einfach eine Stelle in Ihrer Umgebung an.
  • Gemeinden – durch einen plötzlichen Hausbrand oder Verlust des Familienoberhauptes gibt es oft Familien, die plötzlich ohne alles dastehen. Gemeinden sammeln in diesem Fall nicht selten Sachspenden, zu denen Sie Ihre Spielsachen geben können. Auch Kinderkleidung oder alte Kindermöbel werden gerne angenommen.
  • Das rote Kreuz – vom deutschen roten Kreuz werden nicht nur Kleiderspenden entgegengenommen, sondern auch Artikel wie Babyschalen, Autositze, Kinderwagen und Spielwaren. In einem Sozialkaufladen durch das rote Kreuz werden gut erhaltene Dinge dann sehr preiswert weiterverkauft, sodass sie sich auch Eltern mit kleinem Budget gut leisten können.

Es gibt noch viele weitere Organisationen, an die man sich zum Spenden wenden kann. So können Sie auch Kinderstationen in Krankenhäusern einiges zukommen lassen. Informieren Sie sich daher gezielt, wo die Dinge in Ihrer Umgebung gebraucht werden und wem sie anschließend zugute kommen – dann haben im Endeffekt andere Kinder etwas von Ihrer Aufräum-Aktion.

Alte Spielwaren verkaufen

Sind einige der aussortierten und nicht mehr benötigten Spielwaren noch gut erhalten, können Sie sich damit natürlich auch ein gewisses Taschengeld verdienen. Über einen lokalen Flohmarkt oder auch Auktionshäuser wie eBay und Inserate über beispielsweise eBay Kleinanzeigen können Sie die Sachen anbieten. Zwar fallen dabei je nach Plattform auch Gebühren an, dennoch können hilfreiche Summen zusammenkommen, die Sie wiederum für neue Kinderartikel ausgeben oder sich selbst zugute kommen lassen können.

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Unser Tipp: Sie möchten sich mit dem Verkauf nicht lange beschäftigen und die Spielwaren lieber zu einem niedrigen Festpreis schnell abgeben? Dann wenden Sie sich doch an Second-Hand-Shops, die Ihnen zwar geringe, aber feste Preise für die Spielwaren anbieten und dafür den Verkauf selbst regeln.

Alte Spielwaren etwas länger aufbewahren

Sie haben die Familienplanung noch nicht gänzlich abgeschlossen? In Ihrer Familie gibt es werdende Eltern oder Pärchen, die bald Kinder zeugen möchten? Oder Sie freuen sich bereits jetzt auf Enkelkinder in den nächsten Jahren? Dann lohnt es sich häufig, einige Kinderspielwaren etwas länger aufzubewahren – auch, wenn Ihre Kinder diese im Moment nicht interessant oder beachtenswert finden.

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Reinigen Sie die Spielwaren und entnehmen Sie die Batterien, bevor Sie sie gut gepolstert in Kunststoffboxen im Keller oder auf dem Dachboden lagern. Dort sollte es trocken sein, damit Plüschtiere keine Feuchtigkeit aufnehmen und zu schimmeln beginnen. In einigen Jahren wird es Sie freuen, noch einmal anhand der Spielwaren in Erinnerungen zu schwelgen oder neuen Familienmitgliedern das ein oder andere „Erbstück“ überreichen zu können, das sonst aussortiert worden wäre. Das funktioniert natürlich nur, wenn Sie auch ein wenig Platz zuhause haben und ist daher den besten Spielwaren vorbehalten.

Fazit: Nicht übereilt handeln

Sieht das Kinderzimmer wieder einmal chaotisch, vollgestopft und durcheinander aus, ist der Drang groß, sich mit der nächstbesten Mülltüte durch die Spielwaren zu kämpfen. Diesen Drang sollten Sie allerdings unterdrücken, denn wie Sie sehen können, lässt sich mit diesen noch einiges anstellen. Auf dem Müll landen sollten sowieso nur jene Artikel, die sich nicht mehr verwenden lassen oder die Sicherheitsaspekte nicht mehr erfüllen können. Überlegen Sie lieber zweimal, bevor Sie die Artikel weggeben oder entsorgen und denken Sie dabei auch an Bekannte, Freunde und Familienmitglieder. Viele sind sicher sehr dankbar darüber, Ihre Spielwaren umsonst oder für wenig Geld zu erhalten, anstatt sie neu und teuer einkaufen zu müssen – und Sie gehen auch mit einem besseren Gefühl nachhause, wenn Sie die Spielwaren sinnvoll eingesetzt haben.

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